Millionär werden ab morgen – im Kopf


Kann jeder ab morgen Millionär werden? Ja! Zumindest gedanklich im Kopf.

Ich lese in letzter Zeit häuft Artikel zum Thema „wie denken Reiche bzw. vermögende Menschen“.
Wie gehen diese mit ihrem Geld um und wie haben Sie es zu ihrem Vermögen geschafft?

Da ich kein vermögen Besitze gehe ich mit Geld eher sorgsam um. Ich prüfe jedes Angebot und versuche, wenn möglich so viel Geld im Alltag zu Sparen wie es nur geht. Auch meine Fixkosten prüfe ich jeden Monat mit meinem Haushaltsbuch und mache einen Monatsabschluss.

Ich weiß das man Geld nur selten Geschenkt bekommt und man es sich mühselig erarbeiten muss.

Die persönliche Wertschätzung von Geld steht also in Relation mit der geleisteten Arbeit und mühe die man hatte um es zu bekommen.
Aber würde ich noch genauso Denken und Agieren wenn ich mehr Geld auf dem Konto hätte?
Würde ich dennoch jede Woche Angebote für den Wochen-Einkauf prüfen und vergleichen?

Millionär werden ist nicht einfach, aber Millionär sein macht auch nicht sorgenfrei.

Morgen wirst du Millionär im Kopf.

Was würdest du tun?

Gehen wir mal von einem einfachen Beispiel aus. Du bekommst morgen 300.000 EUR geschenkt. Steuerfrei direkt auf dein Konto.

Wie würdest du mit dem Geld umgehen? Was wären deine Überlegungen und Handlungen?
Würdest du das Geld anlegen? Wenn ja wo? Oder gleich alles Ausgaben? Für was z.B.?

Fragen über Fragen die man sich besser stellen sollte, bevor dieser Fall eintritt und man falsche Entscheidungen trifft.

Viele würden als erstes bestehende Kredite und Gläubiger tilgen. Das liegt natürlich auch nah, denn solche monatlichen Kosten drücken manch einem schon ordentlich auf den Geldbeutel. Aber was macht man mit dem Geld, wenn man keine Kredit oder sonstige Altlasten hat? Investieren? Ausgeben? Verschenken?

Würde man noch die gleichen Lebensmittel und Produkte kaufen wie vorher? Oder doch eher mal zum Bio Regal greifen oder in die Feinkost Abteilung gehen?

Geld fest Anlegen.

Eine Idee wäre natürlich ein Tagesgeldkonto oder Aktien-Depot. Hier freut sich der Fiskus denn auf Zinsen und Dividenden fallen, nachdem man den Freibetrag überschreitet, natürlich Steuern und somit Abgaben an. Nicht gerade schön, aber Rechnen wir hier doch mal nach.

Als Alleinstehender hätte man einen Freibetrag von 801 EUR. Sprich man darf 801 EUR Zinseinnahmen pro Jahr haben, ohne das darauf Steuerliche abgaben fällig werden.
Alles was da drüber liegt, unterliegt der Abgeltungssteuer.

Sprich ihr nehmt 821 EUR Zinsen ein, dann fallen auf die 20 EUR Steuern an.

In unserem Beispiel legen wir die 300.000 EUR nun für 12 Monate auf ein Tagesgeldkonto zu aktuell 0,50% Zinsen. Das wären dann 1500 EUR an Zinseinkünften in diesem Jahr.

801 EUR hiervon gehören direkt uns. Die Restlichen 699 EUR werden versteuert.  Bei einer Kalkulation von einem Steuersatz von ca. 25% müssten wir also 195,67 EUR an den Fiskus abgeben.

Wir hätten am Ende des Jahres 1304,33 EUR Zinseinkünfte die direkt uns gehören.
Monatliche Kosten kann man davon nicht bezahlen.

Im Bereich des Aktienmarktes ist hier natürlich mehr zu holen, allerdings sollte man dabei auch die Risiken nicht vernachlässigen.

Eigenheim oder Mietobjekt?

Man könnte das Geld aber auch direkt in etwas Eigenes investieren. Wir wäre es mit einem eigenen Haus. Davon träumen viele und mit 300.000 EUR lässt sich da, je nach Lage, ein super Objekt finden.

Hier stellt sich nur die Frage, selbst bewohnen oder vermieten?

Beim Vermieten habe ich monatlich immer extra Einnahmen und kann somit vielleicht doch irgendwann Millionär werden. Vorausgesetzt sind natürlich zahlungskräftige, verlässliche Mieter die mit dem Objekt auch sorgsam umgehen.

Selbst bewohnen wäre auch toll. Man spart sich die Miete und hat etwas fürs Alter.

Wenn man Handwerklich begabt ist, kann man hier auch das gekaufte Eigenheim aufwerten und mit Gewinn wieder veräußern.

Was würde ich tun?

Die Frage was ich mit so viel Geld machen würde, habe ich mir schon oft gestellt. So direkt habe ich keine Antwort darauf. Ein Eigenheim wäre super. Ein schöner Urlaub und ein neues Auto sicher auch. Aber so richtig wüsste ich nicht wofür ich mich entscheiden würden.

Auf alle Fälle wäre ich Skeptisch gegenüber jeglichen Banken und sonstigen Finanzvertretern die dann auf einmal ihr „bester“ Freund sein wollen.

Wie geht ihr mit dem Thema um? Was würdet ihr tun oder überfordert euch der Gedanke schlichtweg?
Ich freue mich auf eure Kommentare

Ab morgen wirst du Millionär im Kopf. So einfach setzt du dein Ziel für Reichtum um.
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2 Kommentare

  1. Ich bin ein Freund von Immobilien. Ein altes Haus mit eigener handwerklicher Geschlichkeit aufzuwerten ist eine sehr gute ariabte, wenn man zudem auch hochwertige Materialien verwendet und natürlich damit umgehen kann, was die Verarbeitung abgeht. Der tollste teure Fliesenboden verliert an “Sympathie“, wenn er “billig verlegt“ wurde. enn man so ein Projekt wirklich selber im Angriff nimmt, muss man aber auch bedenken, dass man es nicht in einigen Monaten stemmen kann, wenn man das mit einem Normalverdienst, Vollzeitarbeit und evtl. noch einer Familie im Rücken plant. Hier sollten dann entweder schon einige Rücklagen zur Verfügung stehen oder man muss Geduld über einige Jahre mitbringen. Aber es ist wichtig zu welchem Zeitpunkt man eine Immobilie erwirbt. Gerade jetzt, wo die Zinsen so niedrig sind, ist schnell mal ein Objekt für hohe Summen finanziert. Sogar eine lange Zinsfestschreibung ist möglich und bezahlbar. Und hier kommt der Haken an dieser attraktiven Niedrigzinsphase: Geld ist günstig und längerfristig für teure Objekte zu bekommen. Aber was passiert nach der Zinsfestschreibung? Vielleicht in 10/15/20 Jahren? Die Zinsen werden während dieser Phase wieder steigen. Heißt im Umkehrschluss, dass eine Baufinanzierung wieder entsprechend teurer wird und damit die Objektpreise fallen. Das was zum Kaufzeitpunkt 300.000€ Wert war, sinkt dann darunter und kann einen ganz ordentlichen Wertverlust bedeuten, so dass alle wertsteigernden Maßnahmen sogar ins Leere laufen können. Rein vom Wert her. Dann ist nichts mehr mit Gewinn, wenn man diesen Zweck verfolgt hat. Noch schlechter ist dann, wenn die Zinsfestschreibung zu einem solchen Zeitpunkt ausläuft und die monatliche Rate nach oben verschlechtert. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass man dann das Objekt verkaufen MUSS. Und die Nachfrage bestimmt nunmal das Angebot, so dass man sein mit viel Arbeit, Geld und Liebe “aufgewertetes Häuschen“ vielleicht zu einem Preis UNTER Kaufpreis verkaufen muss.

    Bei einer Scheidungsrate von fast 50% (meines Wissens nach) sollte man leider den Fall der Fälle im Auge behalten.

    Ich bitte um Korrekturen meiner Ausführungen, wenn es jemand besser weiß. Ich berichte aus eigener Beobachtung der letzten 20 Jahre.

    Viel Erfolg bei der Geldvermehrung :-).

    • Hallo Dorie,

      ja da kann ich dir nur Zustimmen. Bloß weil der Zins gerade niedrig ist, heißt das nicht auch das jeder sich ein Haus leisten kann. Wie du schon sagtest sind die Immobilienpreise aktuell in gewissen Gebieten überzogen. Man spart zwar am Zinssatz aber zahlt dafür mehr für das Objekt. Eine Null Rechnung.
      Ich finde es nur sehr bedenklich wie viele junge Menschen meinen sich jetzt ein Haus ohne Eigenkapital kaufen zu müssen, nur weil die Zinsen aktuell günstig sind. Nach 5 – 10 Jahren ist dann Schluss mit der Zinsbindung und dann geht das Rudern los.
      Das ist dann der Zeitpunkt für die Schnäppchen-Jäger, die dann die Konkurs Immobilien bei Zwangsversteigerungen günstig kaufen.

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