Totgeglaubte leben länger

Einige Leser wundern sich bestimmt, warum es schon länger nichts Neues auf dem Technik-finanzen.de Blog zu sehen gibt. Man munkelt schon, das sich dieses Projekt dem Ende neigt und nichts mehr passiert… Aber nein so ist es nicht.

Der Grund für die längere Pause ist leider eine gesundheitliche.

Wie aufmerksame Leser wissen, hat es mich ja Dezember 2017 mit einem dreifachen Bandscheibenvorfall in die Knie gezwungen.

Ja, dreifach!

Bandscheiben 3/4, 4/5 und natürlich der Klassiker 5/S1 haben mir damals das Leben zur Hölle gemacht. Schmerzen im rechten Oberschenkel und im unteren Rücken.

Januar 2018 habe ich dann auch Zeitnah mit Krankengymnastik und Übungen daheim losgelegt. Zusätzlich gab es bei meinem damaligen Arbeitgeber noch einen höhenverstellbaren Tisch, so das ich nicht mehr 8 Stunden am Tag an den Bürostuhl gefesselt war.

Bis Oktober 2018 lief dann auch alles super. Keine Beschwerden, Sport und arbeiten im Garten waren ohne Probleme machbar. Aber wie das manchmal so ist, wird der Mensch faul bzw. fällt in sein altes Raster zurück. Wenn die Schmerzen nicht mehr da sind, wird es auch mit den Eigenübungen weniger.

Im Oktober gab es dann einen Arbeitgeberwechsel, bei dem ich aktuell noch keinen höhenverstellbaren Tisch habe, und somit war ich wieder an den Bürostuhl gefesselt.

Es kam also eins zum anderen und Anfang Februar 2019 hat es mich dann mal wieder in die Knie gezwungen.

Dieses Mal aber richtig heftig.

Neben den Schmerzen im Rücken war dieses Mal das Sitzen gar nicht mehr möglich. Autofahren also auch nicht. Ebenso wanderte der Schmerz dieses Mal komplett ins rechte Bein inkl. dem Fuß. Zusätzlich gab es noch ein Taubheitsgefühl in der rechten Fußsohle, welches weiterhin anhält.

Nicht wirklich Prickelnd.

Des Weiteren kamen dann noch tägliche Wadenkrämpfe(vermutlich durch den zu Stark gequetschten Nerv) hinzu.

Vom Bandscheibenvorfall zur Mittelohrentzündung

Und was bekommt man erst einmal wieder?

Richtig! Krankengymnastik und massig Schmerzmittel a la Diclofenac (welches auf den Magen schlägt).

So habe ich mich also die letzten 4 Wochen herum gequält und versucht den Körper erst einmal wieder auf die Beine zu bekommen.

Als ich endlich wieder etwas mehr Bewegung in den Körper bekommen habe, habe ich natürlich auch gleich mit meine Übungen zu Hause angefangen, um den Rücken zu stärken.

Diese 3 Übungen empfinde ich weiterhin als gut machbar im Schmerz-Stadium. Zusätzlich gab es natürlich Massagen vom Physiotherapeuten.

Leider kam in den 4 Wochen nach einem schmerzhaften Spaziergang, um die Muskulatur aufzubauen, noch eine Mittelohrentzündung + Gehörgangentzündung hinzu.

Toll. Da liegt man mit Schmerzen in Rücken, rechtem Bein und linker Gesichtshälfte nur noch da und möchte sich am liebsten das Bein und die Hälfte seines Gesichtes abschneiden.

Wer sich einmal den Schmerz im Bein vorstellen möchte, der sollte sich einmal vor Augen führen, als würde jemand sein rechtes Bein in die Hand nehmen und um 180 Grad verdrehen, so dass der Fuß geradewegs nach hinten zeigt.

Zusätzlich kommt dann noch jemand und sticht mit einer Nadel immer wieder in kurzen Abständen ins linke Ohr und lässt den Bereich um das Ohr so anschwellen das nicht mal Essen ohne Schmerzen möglich ist.

Nachdem es dann aber nach 3 Wochen endlich besser wurde und ich endlich meine Übungen einigermaßen erträglich durchführen konnte, kam nochmal ein richtiger Scheiß Tag!

Man steht morgens auf, fühlt sich einigermaßen Fitter und macht seine Rückenübungen und wenige Stunden später gibt es einen Ruck im Rücken und man denkt nur „was war das denn jetzt?“

Lumbago lässt Grüßen!

Nein das ist leider kein Urlaubsland, sondern der sogenannte Hexenschuss.

Ich weiß nicht, ob es nur der alleine war oder ob sich meine untere Bandscheibe dann doch etwas in die richtige Richtung bewegt hatte. Auf alle Fälle ging danach nichts mehr. Weder laufen noch stehen noch sitzen. Einzig liegen in einer komischen Position war möglich.

Ab dem Punkt dachte ich eigentlich, das wars, der Notarzt muss her. Man liegt da wie ein Käfer, der sich nicht mehr aufrichten kann. Jede Bewegung schmerzt und bei dem versuch aufzustehen zieht es durch den kompletten Körper und die Beine fallen zusammen.

Nach gefühlten 3 Stunden ging es dann mit kleinen Schritten etwas vorwärts. Erst langsam aufrichten, hinsetzen und dann versuchen den Körper aufzurichten und sich hinzustellen.

Ich weiß das man sowohl bei einem Bandscheibenvorfall als auch bei einem Hexenschuss den Körper soweit wie möglich in Bewegung halten soll, anstelle zu Ruhen. Das ist nur leider einfacher gesagt als getan.

Rückenschmerzen, Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall?

Letzten Endes hat es dann doch geklappt und ich bin den restlichen Tag im Haus die Treppen hoch und runter gelaufen und habe leichte Hulla Hoop Bewegungen mit meiner Hüfte gemacht. Hauptsache der Körper kam in Bewegung.

Dies war dann auch der Höhepunkt meiner Krankheitsphase. Mir reicht das jetzt auch mal. Aktuell sind zwar noch Beschwerden da, aber die sind nicht mehr so gravierend. Auf dem linken Ohr höre ich zwar noch etwas schlecht und meine rechte Fußsohle fühlt sich noch teilweise Taub an, aber die Schmerzen haben stark nachgelassen.

Wie geht es gesundheitlich weiter?

Zur Lösung des Bandscheibenvorfall gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Operieren wäre z.B. eine. Aber das möchte ich eigentlich nicht, so lange alternative Behandlungsmethoden hier noch Wirkung zeigen. Zumal bei einer Operation der Bandscheibe keine Garantie da ist, das dies nicht in ein paar Jahren nochmals passiert.

Anfang der Woche ging es also nochmal ins MRT für mich, um aktuelle Bilder meiner Wirbelsäule zu machen und einen Diagnosebericht zu bekommen. Mit diesem geht es für mich nun nächste Woche weiter zur Neurochirurgie. Ich bin gespannt was da dann gemacht wird und wie es weiter geht.

Auf alle Fälle muss was passieren, denn ich möchte diese Schmerzen nicht noch einmal erleben.

Dies waren also die Gründe, warum es mit dem Blog aktuell etwas in stocken geraten ist. Aber es werden wieder bessere Zeiten kommen.

Wie sieht es bei euch so aus? Bandscheibenvorfall gehabt?
Welche Maßnahmen haben euch geholfen und seid ihr heute Schmerz-frei?
Wie immer freue ich mich auf die Kommentare.

Warum es auf dem Technik-Finanzen.de Blog in letzter Zeit etwas ruhiger wurde.
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2 Kommentare

  1. Carmen Marquard

    Ich wurde gerade am 19.2. Operiert. 2 Bandscheibrnprothesen in der HWS. Es wurde 2011 das 1.mal festgedtellt, seit März 18 akut, alles probiert, Physio, Cortison, Reha, wurde immer schlechter. Dann musste ich Tilidin nehmen. Ich hatte echt keine Lust mehr auf Schmerzen und Einschränkungen. Ich war bei 2 Neurochirurgen und hab mich dann für die Prothese M6 entschieden. Und siehe da, es ist schon besser. Hatte Ausfälle im linken Arm, ist weg.

    • Hallo Carmen,
      Danke für dein Kommentar.
      Das klingt nicht schön. Ich bin froh das ich noch keine Ausfallerscheinungen habe, von daher hoffe ich das ich mit viel Sport und Krankengymnastik das ganze wieder hin bekomme.
      Genaueres erfahre ich aber erst morgen.

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