Silhouette Cameo 3 Schneideplotter im Test

Das Warten hat ein Ende, der Silhouette Cameo 3 ist endlich da.

Silhouette Cameo 3 Box

Nach über 2 Monaten Wartezeit ist unser Cameo 3 Schneideplotter nun endlich eingetroffen. OK ich gebe zu, er gehört meiner Frau. Aber dennoch möchte ich dieses Produkt hier kurz vorstellen und zeigen was man damit alles schönes machen kann.

Der Silhouette Cameo 3 ist ein Hobbyplotter.

Was genau ist denn ein Plotter? Ganz einfach erklärt ist ein Plotter eine Art Drucker, der aber nicht Druckt sondern das erstellte Bild ausschneidet. Eben eine Schneideplotter.

Der Plotter schneidet Papier, Folien, Stoff und kann mit dem richtigen Aufsatz sogar Gravieren und Malen.

Ich persönlich arbeite in meiner Freizeit hin und wieder auch mal mit der Airbrush. Ich baue Modellautos und lackiere diese dann. Für mich ist der Schneidplotter also zum Erstellen von Maskier Schablonen super geeignet. Endlich muss ich meine Maskierungen nicht mehr mit dem Skalpell schneiden.

Es lassen sich mittels Vinyl-Klebefolien auch Aufkleber für Autos & Co. herstellen.
Und er kann sogar malen! Es gibt für das Gerät spezielle Stifte die in die Messerhalterung eingesteckt werden. Somit wird der Plotter als kleiner Drucker missbraucht.

Das tolle am Cameo 3 ist gegenüber seinen Vorgängermodell das automatische Messer.
Dies stellt sich je nach Einstellung in der Software automatisch auf die gewählte Schnitt-tiefe ein.
Die Software beinhaltet auch viele Voreinstellungen für die unterschiedlichsten Materialien.

Einrichtung

Der Aufbau und die Einrichtung des Gerätes ist recht simple gehalten. Das Gerät wird mit einem Netzstecker, 1x USB Stecker, einer Schneidematte und dem automatischen Messer ausgeliefert.
Nachdem alle Klebestreifen und Styroporplatten aus dem Gerät entfernt wurden, wird das automatische Messer in die linke Halterung eingesetzt(das auto. Messer darf nur in die linke Halterung!). Danach die Software Silhouette Studio installieren. Die Software installiert den Plotter-Treiber gleich mit.

Nun den Plotter an USB und Strom anschließen, einschalten und im Menü noch die Sprache auswählen. Am PC sollte der Plotter nach dem Start der Software nun auch erfolgreich automatisch erkannt werden.

Bitte beachtet das es ein Plotter und kein Drucker ist. Er wird also unter Umständen nicht in der Liste der Drucker geführt und eine Netzwerkfreigabe etc. ist auch nicht möglich.

Wer nicht über USB arbeiten möchte, kann den Plotter auch über Bluetooth mit seinem Notebook oder PC Verbinden. Getestet habe ich die Verbindung über Bluetooth noch nicht.

Die Software

Silhouette Software Cameo 3 Software

Zum Produkt gehört auch eine kostenfreie Software. Die Software Silhouette Studio gibt es in verschiedenen Editionen.

Für den Anfang und für Personen welche auch ohne Plotter einfach mal die Software testen möchten, gibt es die kostenfreie Basic Edition. Hiermit könnt ihr Schriften und Bilder im JPG, BMP und PNG Format importieren und umwandeln, ebenso auch eigene Designs erstellen und plotten.

Danach folgt die kostenpflichtige Designer Edition. Hier werden die Basis Features um folgendes erweitert.

  • Import von SVG, GSD und DSX Dateien – Vector Daten
  • Erweitere Messereinstellungen
  • Ebenen Funktion
  • Schachtel, Schatten, erweiterte Radier und Messerfunktionen und vieles mehr.

Es gibt auch eine Designer + Edition welche nochmal um weitere Dateiformate ergänzt wird.

Den Abschluss bildet die Business Edition. Hier werden alle Features der vorherigen Versionen vereint. Zusätzlich könnt ihr mit dieser Version auch mehrere Plotter bedienen, Aufträge ohne Stop direkt wiederholen und auch Adobe Illustrator AI oder CorelDraw Daten importieren.

Wir arbeiten aktuell noch in der Basic Edition und können damit auch erstmal all unsere Aufgaben bewältigen.

In der Software selbst Importierte ich mir ein Logo im JPG Format und habe dann mittels Nachzeichen-Funktion die Außenkanten des Logos für den Plotter als Schnittkanten definiert. Das dauerte keine 5 Minuten. Danach noch die Messereinstellungen anpassen und fertig.

Erster Test und Fazit

Nun geht’s ans Plotten. Mitgeliefert wurde ja die klebende Schneidematte. Die Klebekraft dieser Matte ist wirklich sehr stark! Wir mussten erstmal mit einem Stofftuch die Klebekraft etwas dämpfen, sonst wäre meine Maskier Folie nur mit Gewalt wieder runter gekommen.
Auf dieser Matte habe ich mir ein Stück von meiner Maskier Folie von meinen Airbrush-Utensilien geklebt und die Matte dann im Plotter eingespannt.

Danach ging es direkt zum Plotten. Das Gerät macht ein paar komische Quietsch-Geräusche beim hin und her fahren. Das ist aber normal. Nach wenigen Sekunden war mein erster Schnitt fertig.

Was soll ich hier sagen. „WOW“   Mein erster Schnitt mit einem ca. 2 cm breitem Logo verlief mehr als nur positiv. Die Kanten waren richtig genau und sauber geschnitten. So genau hätte ich das mit dem Skalpell nie hinbekommen. Hier hat mich das Gerät schon überzeugt.

Wir haben nun auch mal Vinyl Folie für Aufkleber geschnitten, auch das ging wunderbar und hatte ein sauberes Ergebnis zur Folge.

Was kostet der ganze Spaß nun? Ihr müsst mit einer Investition von ca. 300 EUR für das Gerät rechnen! Das klingt im ersten Moment etwas viel, aber wie bereits erklärt könnt ihr mit diesem Gerät auch sehr viel machen.

Habt ihr auch einen Plotter oder spielt mit dem Gedanken euch einen zu holen? Was macht ihr mit eurem Plotter so? Habt ihr Fragen oder Anregungen?
Auf eure Kommentare freue ich mich.

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