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Mit Apps Geld verdienen – meine Erfahrung

Kann man mit Apps Geld verdienen? Ich habe den Versuch gewagt und werde heute mal einen Langzeitbericht veröffentlichen. Lohnt sich das schnelle Geld mit eigenen Apps oder ist es eher ein langwieriger Prozess?

Ich habe die letzten Jahre eigentlich nur 2 kleinere Apps veröffentlicht, auf die ich hier in diesem Artikel einmal eingehen werde.

Aber wie kann man mit Apps Geld verdienen? Die Haupteinnahmequellen in meinen Apps sind Werbeanzeigen durch das AdMob Netzwerk.

Für größere Apps oder gar Spiele lohnt es sich natürlich Funktionen via In-App-Käufen anzubieten. Für meine kleinen Projekte war das aber zu oversized, zumal ich mittels der veröffentlichten Apps kein zweites Einkommen erzielen wollte.

Wenn du auch eine Android-App entwickeln möchtest, dann schaue dir doch mal folgenden Artikel an: Android Apps Programmierung – Mit dem Android Studio

Welche Apps habe ich veröffentlicht?

Im Oktober 2015 habe ich meine erste Android-App im Playstore veröffentlicht. Die App war recht simple gehalten. Es ist ein Benzin / Ö-Gemisch Rechner für Trabant Fahrer.

An sich ist es keine komplexe App. Man gibt den aktuellen Tankinhalt als Eingabewert ein und erhält am Ende die Werte für Benzin und Öl, um einen vollen Tank zu bekommen.

Viele Funktionen braucht die App also nicht. Nach der Veröffentlichung habe ich das ganze natürlich noch etwas in den gängigen Trabant-Foren und auf Facebook promotet. Die Downloadzahlen gingen dann auch recht schnell hoch, allerdings hatte man zu Beginn auch viele Deinstallationen, da einige Nutzer die App nur kurz ausprobiert haben.

Trabant Android App Nutzerzahlen.
Trabant Mixer App – Aktive Nutzer

Im Durchschnitt hat sich das ganze dann bei ca. 190 aktiven Nutzern eingependelt. Wobei ich nach der Veröffentlichung die App auch kaum noch promotet habe. Hier ist also noch potenzial da.

Meine zweite App, welche ich veröffentlicht habe, war eine Lottozahlengenerator App. Diese habe ich im September 2016 im Playstore veröffentlicht. Das Ganze war eher ein just for Fun Projekt. Dementsprechend wurden hier auch keinerlei Ankündigungen oder sonstiges gemacht.

Android Lotto App
Lottozahlen App

In der App hat man einen Button, der einem 6 Zufallszahlen generiert, welche man dann für seinen Lottoschein verwenden kann, wenn einem keine Zahlen einfallen.

Bei dieser App hatte ich mir keinen Erfolg erhofft, da hat mich sogar verwundert, dass es wirklich Nutzer dafür gibt, obwohl die App nirgendwo promotet wurde.

Aktiver User der Lottozahlen App
Aktiver User der Lottozahlen App

Dennoch gibt es im Durchschnitt 5 aktive Installationen der App. Ob hierunter allerdings auch ein Lotto-Millionär dabei ist, kann ich leider nicht sagen.

Insgesamt also eher zwei schwache Apps, wenn man diese mit anderen vergleicht.

Marketing ist hier das ausschlaggebende Wort. Ich glaube das ich bei der Trabant App noch mehr Benutzer erreichen könnte, wenn ich hier aktiver promoten würde.

Ebenso sollte man schauen, dass man sich eine Nische sucht, die kaum im App Store bedient wird und wo die Konkurrenz gering ist.

Was habe ich seither verdient?

Kommen wir nun zum spannenden Thema. Konnte ich mit Apps Geld verdienen oder war es eher ein Verlustgeschäft?

Das ganze lässt sich recht schön im Webinterface von AdMob für die letzten Jahre auflisten.

Admob Einnahmen mit Android Apps Geld verdienen

Unterm Strich konnte ich knapp 60 EUR mit den Apps verdienen. (vor Steuer)

Wenn man die Entwicklungsstunden und die Laufzeiten mit einberechnet, ist es ganz klar eine Verlustrechnung. Der große Reichtum lässt sich somit nicht verwirklichen.

Dennoch war es einmal eine schöne Erfahrung seine eigene App zu veröffentlichen und zu schauen, wie sich das ganze entwickelt.

Wenn man eine gute App hat und diese auch gut platziert und promotet, kann man mit Apps Geld verdienen. Allerdings ist der Markt hart umkämpft und viele große Entwicklungsstudios haben sich hier auch schon gut auf dem Markt platziert.

Ebenso benötigt man für größere Projekte auch mehr Zeit und muss diese kontinuierlich mit Updates versorgen. Auch das ist eine weitere Zeit- und somit Kostenfaktor.

Wer im Übrigen einmal sehen möchte, was eine erfolgreichere App so an Umsatz gemacht hat, dem empfehle ich dieses Video:

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Das nächste Flappy Bird wird sicher eines Tages kommen, aber solche Zufälle sind eher selten. Für mich war es ein kleines Projekt, was mit etwas Kleingeld eingebracht hat. Der Spaß bzw. Trial-and-Error Faktor stand hier aber im Vordergrund.


1 Kommentar

  1. Hanna

    Spannender Artikel, vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrungen! mit ein wenig Marketing hättest Du bestimmt einiges mehr an Geld rausholen können, aber ich denke die Erfahrung war viel mehr wert!

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